Genderpalaver

Geschlecht erzeugt Raum – Wer produziert welchen Raum?
Raum erzeugt Geschlecht – Wer nimmt welchen Raum ein?

Die Unterscheidung in weiblich und männlich ist ein grundlegendes Ordnungsprinzip in unserem Alltag. Die Geschlechterdifferenz ist jedoch nicht nur eine biologische Tatsache, sondern auch eine soziale Konstruktion. Was wir unter männlich und weiblich verstehen und wie wir uns als Frau oder Mann wahrnehmen unterliegt einem fortlaufenden Wandel. Davon sind alle im öffentlichen Raum Tätigen und Nutzenden betroffen. Neben der mangelnden Chancengleichheit von Frauen im Bau-, Planungs- und Kunstbereich fehlen auch differenzierte Sichtweisen wie interdisziplinäre Planungsteams bei der Umsetzung von Projekten. Unser Ziel ist der Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks mit Fachfrauen. Wir wollen uns dabei mit der Raumwahrnehmung aus der Genderperspektive auseinandersetzen.

frauenplanenbauen lädt dazu verschiedene Frauen aus der ganzen Schweiz ein. Neben Architektinnen und Raumplanerinnen sind auch Kunsthistorikerinnen, Historikerinnen, Soziologinnen und Ethnologinnen ausgewählt.

Die Genderpalaver finden normalerweise jeden zweiten Monat am Münzrain 10 in Bern statt. Die Teilnehmerinnen werden per E-Mail eingeladen. Interessierte Frauen können sich in die Mailingliste eintragen.


Bisherige Veranstaltungen

#1 – 06.05.04 Elisabeth Zemp Stutz, ISPM Basel über "Doing Gender in Wort und Bild".

#2 – 23.09.04 Projekt T.room: "Tiefenbohrungen in Raum und Zeit – Ein interdisziplinäres Projekt zur Geschlechterdimension des Tunnelbaus" von Elisabeth Joris, Historikerin, Leitung wissenschaftliche Forschung, Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IZFG) der Universität Bern und Katrin Rieder, Historikerin und Kulturmanagerin, Leitung Gesamtprojekt, Pro Helvetia.

#3 – 18.11.04 "Die Stadt als Gedächtnis und Utopie bei Max Frisch" von Maya Widmer, lic.phil. Literaturwissenschafterin und Gleichstellungsbeauftragte Forschungsförderung beim SNF – Schweizerischer Nationalfonds.

#4 – 19.01.05 Irma Noseda über "Architektur und Identität".
Stadträume, öffentliche Bauten und Wohnhäuser zählen zu den wichtigen Elementen der Identitätsstiftung, aber auch der Entfremdung und Ausgrenzung. Irma Noseda, lic. phil. freischaffende Kunstwissenschaftlerin, Schwerpunkt Architektur; seit 2003 auch (Teilzeit-)Geschäftsführerin des Schweizerischen Werkbundes/SWB.

#5 – 23.03.05 der Verein "frauenplanenbauen" stellt sich vor
Thema: "Gender Mainstreaming als Querschnittsthema": Wie verändern sich Architektur und Raumplanung, wenn Gender Mainstreaming als Instrument eingesetzt wird?

#6 – 18.05.05
Sex and City Planning: Parkbänke statt Parkplätze? Markthalle statt Bürobunker? Freie Bahn ins Büro statt Freierverkehr nach dem Büro? An Beispielen aus der Stadt Zürich diskutieren wir heutige Stadtplanung aus der Gender-Perspektive und fragen dabei insbesondere nach den spezifischen Bedürfnissen von Frauen in der Stadt.
Andrea Kolb, lic. phil., Historikerin und Genderfachfrau & Sarah Neukomm, lic. phil., Politologin, beide als Gleichstellungsbeauftragte tätig.



Von frauenplanenbauen initiierte interdisziplinäre Netzwerkveranstaltungen, die sich aus der Genderperspektive mit der Raumwahrnehmung und deren Umsetzung in Projekten auseinandersetzen.


Projektleitung / Kontakt
Gisela Vollmer
Münzrain 10
CH 3005 Bern
T 0041 31 326 44 05
F 0041 31 326 43 26
gisela.vollmer@raumplanerin.ch